Kündigung der alten Wohnung fristgerecht einreichen: In Deutschland gilt meist eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und eigenhändig unterschrieben sein – keine E-Mail, kein Scan. Den Eingang beim Vermieter bestätigen lassen.
Wohnungsübergabeprotokoll der alten Wohnung vorbereiten: Fotos aller Mängel machen, die bereits vor dem Einzug vorhanden waren und im Einzugsprotokoll dokumentiert wurden. Das ist die Grundlage, um bei der Übergabe nicht für Schäden haftbar gemacht zu werden, die man nicht verursacht hat.
Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post einrichten: Online auf deutschepost.de buchbar, kostet ab ca. 27 € für 6 Monate. Post aus der alten Adresse wird weitergeleitet – gibt Zeit für alle Adressänderungen, ohne dass wichtige Briefe verloren gehen.
Alle wichtigen Absender über die neue Adresse informieren: Bank, Krankenversicherung, Arbeitgeber, Finanzamt, Rentenversicherung, Versicherungen, Abonnements. Eine Liste mit allen laufenden Verträgen und Konten hilft, keinen zu vergessen.
Strom, Gas und Internet für die neue Wohnung rechtzeitig anmelden: Besonders Internetanschlüsse haben Vorlaufzeiten von 2–4 Wochen. Vergleich über Verivox oder Check24 lohnt sich – die ersten Wochen ohne Netz oder Heizung sind vermeidbar.
Halteverbotszone beim Ordnungsamt beantragen: Wer mit einem Transporter vor der Tür parken möchte, braucht in den meisten deutschen Städten ein temporäres Halteverbot. Antrag mindestens 2 Wochen im Voraus stellen – das Ordnungsamt braucht Zeit.
Helfer und Transporter organisieren: Umzugsunternehmen zwischen Mai und September frühzeitig buchen – gut besetzte Firmen sind schnell ausgebucht. Alternativ Transporter mieten (Sixt, Hertz, Enterprise) und Freunde fragen. Getränke und Essen für Helfer einplanen – das ist in Deutschland Ehrensache.
Kartons rechtzeitig besorgen: Supermarktkisten sind kostenlos, aber ungleichmäßig. Stabile Umzugskartons beim Baumarkt kaufen oder als Set mieten (günstiger als Kauf und Entsorgen). Klebeband, Marker und Papier zum Einwickeln nicht vergessen.
Neue Wohnung ausmessen und Möbelaufstellung planen: Bevor IKEA-Bestellungen aufgegeben oder Möbel transportiert werden, prüfen ob alles durch die Tür und ins Zimmer passt. Treppenhaus, Aufzugsgröße und Deckenhöhe messen – klassische Fehlerquelle.
Reinigung der alten Wohnung einplanen: Die Wohnung muss in besenreinem Zustand übergeben werden – was genau das bedeutet, steht im Mietvertrag. Schönheitsreparaturen (Wände streichen) sind nur fällig, wenn sie im Vertrag rechtssicher vereinbart wurden – diese Klauseln sind häufig unwirksam.