Ramen (Japan) Echter Tonkotsu oder Shoyu Ramen: 12 Stunden gekochte Brühe, Nori, weich gekochtes Ei, Chashu. Nicht die Instant-Version.
Dim Sum (Hongkong/Kanton) Sonntagmorgens in einem echten Dim-Sum-Lokal: Har Gow, Siu Mai, Cheung Fun, Ei-Waffeln. Mehr Erlebnis als Mahlzeit.
Neapolitanische Pizza (Neapel) Pizza Margherita aus dem Holzofen: aufgeblähter Rand, San-Marzano-Tomaten, Büffelmozzarella. In Neapel gemacht ist sie etwas anderes.
Wiener Schnitzel (Wien) Echtes Wiener Schnitzel vom Kalb, hauchdünn geklopft und in Butterschmalz gebacken. Mit Preiselbeeren und Gurkensalat. In Wien.
Sushi Omakase (Japan) „Überlasse es dem Koch”: der Sushimeister wählt, was frisch ist. Eine andere Dimension als das All-you-can-eat-Buffet.
Tacos al Pastor (Mexiko) Schweinefleisch vom senkrechten Spieß, Ananas, Koriander, Zwiebeln, auf kleinen Mais-Tortillas. Straßenessen in Mexico City.
Moules-frites (Belgien) Miesmuscheln in Weißwein-Butter-Sahne-Sauce mit knusprigen Pommes. In Belgien serviert, nicht in Deutschland nachgebaut.
Paella Valenciana (Valencia) Die echte Version enthält kein Meeresfrüchte-Sammelsurium, sondern Kaninchen, Hühnchen und Bohnen. Draußen in der Sonne, aus der Pfanne.
Ceviche (Peru) Roher Fisch in Limettensaft „gegart”, mit roter Zwiebel, Chili und Koriander. In Lima ist er ein Frühstücksgericht.
Croissant au beurre (Paris) Frisch aus dem Ofen, noch warm, noch knusprig: schichtig, butterig, nicht zu süß. Pariser Bäckereien machen ihn anders als alle anderen.
Peking Ente (Peking) Die Haut ist das Hauptereignis: lackiert, getrocknet, gebacken, dünn geschnitten, mit Pflaumensoße in Pfannkuchen gerollt.
Falafel (Naher Osten) Frittierte Kichererbsenbällchen in frischem Pita mit Tahini, Tomaten und Petersilie. Nicht aus dem Kühlregal.
Pad Thai (Thailand) Reisnudeln, Ei, Tofu oder Garnelen, Tamarinde, Erdnüsse, Frühlingszwiebeln. In einer Wok-Bude am Straßenrand ist er besser als in jedem Restaurant.
Bœuf bourguignon (Frankreich) Rindfleisch, stundenlang in Burgunder geschmort, mit Champignons und Perlzwiebeln. Das Inbild der französischen Hausmannskost.
Shakshuka (Nordafrika/Naher Osten) Eier in gewürzter Tomaten-Paprika-Sauce, direkt in der Pfanne serviert. Frühstück oder Abendessen, beides korrekt.
Käsefondue (Schweiz) Gruyère und Emmentaler, Weißwein, Knoblauch. In der Schweiz ist es nicht nostalgisch, sondern Alltag im Winter.
Sauerbraten mit Klößen (Deutschland) Rindfleisch über Tage eingelegt, dann geschmort. Mit Rotkohl und Kartoffelklößen: das ist deutsche Festtagsküche in ihrer komplexesten Form.
Köfte und Meze (Türkei) Gegrillte Lammhackbällchen mit Sumach, dazu Hummus, Ezme, Tabbouleh, Pide. Mehr als ein Essen, ein Abend.
Injera mit Wot (Äthiopien) Saures Teffbrot als Unterlage und Besteck zugleich, darauf rote Linsen, Rind oder Gemüse in Berbere-Gewürzmischung. Gemeinschaftsessen.
Kartoffelsalat mit Würstchen (Deutschland) Nicht unterschätzen: ein guter bayerischer Kartoffelsalat mit Essig-Öl-Dressing und zwei Frankfurter Würstchen ist Heiligabend-Kultur und vollkommen in sich selbst.